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© bild: richard kriesche
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Richard Kriesche, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl
Æsthetik des Kapitals – Das erste Kunstwerk einer neuen und das letzte der alten Epoche

Die Arbeit von Richard Kriesche nutzt die Mittel des gegenwärtigen Kapitalisierungs- und Informatisierungsmarktes. Eins der diesbezüglich geläufigen Werkzeuge ist gewissermaßen ein Weltstar, handelt es sich doch um die omnipräsente Suchmaschine namens Google. Das zweite Tool kennen wohl nur die Eingeweihten jener trotz Popularisierung so obskuren Welt der Börse. Diese Software heißt Teletrader Professional. Kriesche dienen beide als Ressource für seinen künstlerischen Rückkoppelungsmechanismus, der sich nicht mehr mit den üblichen Kunstbegriffen fassen lässt. Auf acht Projektionen werden Informationen ge-und verhandelt, die in der Regel nicht in einem Atemzug genannt werden. Sie werden miteinander in Beziehung gesetzt und stellen den Betrachter vor die besondere Herausforderung, die durchaus sinnlichen Informationsströme an die Vorstellung einer gewandelten Bedeutung der Kunst rückzukoppeln. Das Movens Kriesches zur Produktion dieser Arbeit hat seine Wurzeln in der Entfesselung des Kapitals, mit dem heutzutage Werke von noch lebenden Künstlern bezahlt werden. Die Relationen sind abhanden gekommen. Doch wie kann eine Kunst, deren Wert eben nach überlieferten Begriffen mit Geld nicht bezahlbar ist, unter den gegenwärtigen Bedingungen beschaffen sein? Die Antwort versucht der Künstler zu geben.


Atelierbild © Richard Kriesche

Richard Kriesche
Geboren 1940, lebt und arbeitet in Wien und Graz (A)

1963 Abschluss des Studiums an der Akademie der Bildenden Künste Wien, Graphik und Malerei; Universität Wien, Kunstgeschichte)
1963 Lehrtätigkeit an der Höheren Technischen Bundeslehranstalt Graz.
1963 Gründung und Aufbau der Abteilung „Audiovisuelle Medien”
1964 Diplom für Graphik und Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Wien
1968 Assistent an der Hochschule für Angewandte Kunst Wien
1969 Gründung des Kunstvereins „Pool”. Mitherausgeber der Zeitschrift „Pfirsich”. Fortsetzung der Lehrtätigkeit an der Höheren Technischen Bundeslehranstalt
1970/71 Studienjahr am University College London
1973 Gründung der „poolerie” einer Mediengalerie für Fotographik, Film und Video
1977 Ernennung zum Leiter des Experimentalbereichs des AVZ-Graz (Audiovisuelles Zentrum)
1978 Gründung des „bvöst” (erster regionaler Interessenverband Bildender Künstler Österreichs)
1983/84 DAAD Künstlerprogramm Berlin
1984 Gründung von „kulturd@ta”. Labor für Medien und Kommunikationsgestaltung und künstlerisch-wissenschaftliche Forschungen
1985/86 Forschungsaufenthalt am Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) Cambridge, USA. Albert and Vera List Visual Arts Centre am „Media Lab” des M.I.T.
1988-91 Lehrauftrag an der Technischen Universität Wien über „Ästhetik wissenschaftlich-technischer Operationen”
1991 Professor an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Lehrstuhl „Theorie und Praxis der elektronischen Bilderzeugung”
1995/96 Gastprofessor an der „École Supérieure des Beaux Arts” für Elektronische Kunst, Paris
1996 Stellvertretender Leiter im Referat „Wissenschaft und Forschung” der Steiermärkischen Landesregierung
1997 Referatsleiter für „wissenschaftliche und künstlerische Angelegenheiten” im Forschungs- und Kulturmanagement, bzw. Referatsleiter „Kultur und Neue Medien” im Kulturreferat der Steiermärkischen Landesregierung
1997 Expert of the „Council of Europe’s Cultural Policy and Action Division”
Seit 1999 „Europäische Kommission” unabhängiger Experte für „Policy Development in the Cultural Sphere” bzw. „Culture, Audiovisual Policy and Sports”
1999-2003 Mitglied des Programmarbeitskreises: „Kulturhauptstadt Graz 2003”
Seit 2005 Landesmuseum Joanneum, Graz

Einzel- und Gruppenausstellungen (Auswahl)
1967: „Kinetika”, Museum d 20 Jahrhunderts, Wien
1968: 34. Biennale di Venezia
1969: „Tendencies 4”, New Tendencies 4, Galerije Grada, Zagreb
1970: „Studio Sperimentale”, 35. Biennale di Venezia
1972: „organisation der kunst – telematische skulptur I”, Kunstmarkt, Graz
1973: „videotime – Sonderzug der Österreichischen Bundesbahnen”, Wien–Gumpoldskirchen–Wien
1974: ORF-Werbung „eingreifen heisst ordnen” Humanic Graz
1975: „Works and Statements”, Royal College of Art, London
1976: „monumente durch medien ersetzen”, Von der Heydt Museum Wuppertal
1977: „the world’s first double sided tv-set”, Biennale di Venezia
„zwillinge”, Videoinstallation, documenta 6, Kassel
1978: „maria zell tv”, p.s.1, New York
1980: „Video Made in Austria”, Museum des 20. Jahrhunderts, Wien
1981: „richard-jesus, videotage prof. braintel”, Kunsthalle Baden-Baden
1982: „the unnecessary image”, MIT, Boston, Massachusetts
1983: „Video Art – A History”, Museum of Modern Art, New York
1984: „strahlen”, DAAD Galerie, Berlin
1985: „kriesche goes to pentagon”, WPA, Washington
1986: „robotic – ein weltmodell”, 42. Biennale di Venezia
1987: „weltall – performance”,documenta 8, Kassel
animal art, Steirischer Herbst, Graz
1988: „künstler-btx”, 1. Internationale Medientage Osnabrück
„radio-zeit”, satellitenkunst, Steirischer Herbst, Graz
„teleskulptur III”, Ars Electronica, Linz
1989: „Ressource Kunst”, Akademie der Künste Berlin
1990: „on art as social process”, Oxford Museum of Modern Art
1991: „artsat”, Sowjetische Weltraumstation MIR, erstes Kunstexperiment in der 30jährigen Geschichte sowjetischer Raumfahrt
1992: „artsat-skulptur”, world-tech Wien
„artsat-skulptur”, Schlossberg, permanente Installation, Graz
„Der entfesselte Blick”, Kunstmuseum Bern
„Videonale” Kunsthalle Bonn
1993: „telematische skulptur 3”, Künstlerhaus Graz
1994: „telematische skulptur 4, 46. Biennale di Venezia, offizieller Beitrag Österreichs
1996: „the butterfly effect”, Museum Mucsarnok, Budapest
1997: „Deutschlandbilder”, Neuer Berliner Kunstverein, Martin-Gropiusbau
1998: „world wide networkart 98”, Asahi Beer Squea-A, Tokio
„das € 40.000,00 projekt”, Europarat, Straßburg
1999: „transformation3” Biennale di Venezia
2000: „re-play” Generali Foundation, Wien
„comm.gr2000az”, Konzeption und Durchführung der Ausstellung „wissenschaft, kunst und kommunikation” (Eggenberg, Schlossberg, Stadtmuseum) gemeinsam mit Helmut Konrad, Graz
„transition – ein DNA-porträt”, Dom im Berg, Graz
2001: „anständig sterben” Synagoge Graz
„datenwerk : mensch” Dom im Berg, Graz
2002: „reload: net-art open exhibition”, Istanbul Contemporary Art Museum
2003: „datenwerk: mensch” code – Ars Electronica, Linz
„marienlift”, Mariensäule Graz
2004: „kunst fördert wirtschaft: wirtschaft fördert kunst”, Dom im Berg, Graz
2005: „artists occupying space”, De Witte, Kunsthaus, Rotterdam, Zagreb Kulturzentrum
2006: „40jahrevideokunst.de”, Kunsthalle Bremen; K21 Kunstsammlung NRW, Düsseldorf, Lenbachhaus München
„well_man”, Permanente Skulptur im öffentlichen Raum, Bruck
„space art in the age of orbitization”, ZKM, http://www.orbit.zkm.de
„genealogie & genetik”, Kunsthistorisches Museum Wien

Ausgewählte Publikationen
1972-76: Herausgeber der Kunstzeitschriften „pfirsich” und „pferscha”
1976: „video-end”, pool, Graz
1978: „art, artist & the media” Graz, Audiovisuelles Zentrum Graz
1885: „strahlen”, DAAD, Berlin
1985: „brainwork – artificial intelligence in the arts”, Los Angeles, Steirischer Herbst, Graz
1987: „animal-art – kunst mit tieren”, Steirischer Herbst, Graz
1987–88: „entgrenzte grenzen I” Kulturdata, arge-alpen-adria, Venedig
1987: „künstler-BTX”, Kulturdata, Steirischer Herbst, Graz
1989/90: „w.y.s.i.w.y.g”, Kulturdata, Stadtmuseum, Graz
1991: „artsat” Graz-Moskau, MIR
1991: „elektronische akademie”, Hochschule für Gestaltung, Offenbach
1993: „space-weltraum” Graz, 44. int. IAF weltraumkonferenz
1993: „teleskulptur -engrenzte grenzen II” Kulturdata, Künstlerhaus, Graz
1995: „am anfang war …” Sprachenvironment, Kunsthalle Hall/Tirol, Folder und CD
1996: „sphären der kunst” Neue Galerie, Publikation mit CD-ROM, Graz
2000: „wissenschaft,kunst u kommunikation” Publikation mit CD-ROM, Graz, (mit Helmut Konrad)
2004: „kunst fördert wirtschaft” Publikation mit DVD, Graz
2005: „visionäre”, Katalog Landesausstellung, Bad Ausee
2005: „kunst und spionage” Publikation zu Lev Sergejewitsch Termen, Graz
2006: „das portrait: genealogie und genetik”, KHM Köln, Wien